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KULTURSEHESWÜRDIGKEITEN

KIRCHE DES GÖTTLICHEN HERZENS DES HERRN (KOSTEL BOŽÍHO SRDCE PÁNÌ)

Die neugotische einschiffige Kirche wurde 1894-1896 von dem Liberecer Baumeister Adolf Bürger nach seinen eigenen Entwürfen errichtet. Besonders sehenswert ist im Innern der Hauptaltar mit einer Statue des Göttlichen Herzens Jesu, die aus einer kunsthandwerklichen Werkstatt in München stammt. In den Jahren 1897-1898 wurden neben der Kirche noch eine Schule und ein Wohnheim für Ordensschwestern errichtet, im Laufe der Jahre wechselten die Gebäude jedoch den Besitzer und wurden damit auch anders genutzt. Heute sind in dem ausgedehnten Komplex eine Poliklinik und eine Apotheke untergebracht.

Lokalität: ul. Klášterní, Liberec 1

KIRCHE DER MARIA MAGDALENA (KOSTEL MÁØÍ MAGDALÉNY)

Der Bau der Kirche in dem schwierigen abschüssigen Gelände war eine richtig harte Nuss, konnte aber von den Architekten M. Kühn und H. Fanta zusammen mit dem Baumeister A. Hübner bewältigt werden. Er begann im Jahr 1908, also gerade zur Zeit der Feiern zum sechzigjährigen Thronjubiläum von Kaiser Franz Josef I., deshalb erhielt die neue Kirche den Namen Jubiläumskirche. 1911 wurden die Arbeiten beendet und weil der Kapuzinerorden aus Tirol die Verwaltung des Gotteshauses übernahm, wurde noch zusätzlich ein kleineres Kloster gebaut. Ungewöhnlich ist vor allem das Aussehen der Kirche, in dem sich Neubarock mit Elementen des Jugendstils vermischt. Heute dient sie leider ihrer ursprünglichen Bestimmung nicht mehr und obwohl sie nach wie vor ein charakteristisches und das Tal der Neiße beherrschendes Denkmal ist, verfällt sie allmählich.

Lokalität: Jungmanova ul., Liberec 2

HEIMSUCHUNG DER JUNGFRAU MARIA (KOSTEL NAVŠTÍVENÍ PANNY MARIE)

Die Kirche von Harcov wurde in den Jahren 1858-1860 mit Spendengeldern der Einwohner errichtet. Das einschiffige Gebäude im Stil des Spätempire besitzt einen schlanken Turm und deutet durch sein Aussehen in gewisser Weise den Übergang zur Neuromanik an. Die Architektur der Kirche wird zwar nicht sonderlich gewürdigt, der Bau allein ist jedoch ein markanter und schlechthin unverzichtbarer Teil von Harcov.

Lokalität: ul. Na Zvonku, Liberec 15 (Starý Harcov)

KIRCHE DER HEILIGEN DREIFALTIGKEIT (KOSTEL NEJSVÌTÌJŠÍ TROJICE)

In Vratislavice gab es im Laufe der Jahrhunderte mehrere Kirchen, bis zum heutigen Tag hat sich jedoch nur die Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit aus den Jahren 1700-1701 erhalten. Auf Anregung von Graf Gallas führte der bekannte Prager Architekt M.A.Canevalle, der unter anderem auch Schöpfer der Kirche des Heiligen Kreuzes ist, den Bau aus. Der einschiffige barocke Kirchenbau wurde in den Jahren 1900-1901 grundlegend renoviert und aus dieser Zeit ist auch die Inneneinrichtung erhalten geblieben. Das Motiv der Heiligen Dreifaltigkeit wird in dieser Kirche gleich mehrfach betont, etwa am stuckverzierten Eingang, wo das Auge Gottes von kleinen Wolken und Strahlen eingefasst ist, auf dem Altarbild von F. Leubner aus dem Jahr 1782. Das Gotteshaus ist bis heute unübersehbar das beherrschende Gebäude der Gemeinde Vratislavice nad Nisou.

Lokalität: Tanvaldská ul., Liberec 30 (Vratislavice nad Nisou)

KIRCHE DES HL. ANTONIUS VON PADUA (KOSTEL SV. ANTONÍNA PADUÁNSKÉHO)

Die Gemeinde Ruprechtice bemühte sich lange Zeit um eine eigene Kirche und ließ auch nicht nach, als oberhalb des Ortes das Kirchlein Zum Bildchen (U Obrázku) errichtet wurde. Man wünschte sich nämlich ein geräumigeres Gotteshaus direkt im Dorf und so wurde dank einer Sammlung unter den Gläubigen und einer großzügigen Spende von J. Salomon aus Kateøinky 1909 feierlich der Grundstein für den Bau einer Kirche in der Nähe des Marktplatzes gelegt. Die Entwürfe stammten wieder von den bekannten Architekten M. Kühn und H. Fanta, Baumeister war erneut A. Bürger und am 18.9.1919 wurde der Bau geweiht. Die einschiffige neugotische Kirche zieht die Aufmerksamkeit vor allem durch ihren 47 Meter hohen Turm auf sich, der nicht nur Ruprechtice, sondern auch das Land am Fuß des Isergebirges würdevoll überragt.

Lokalität: ul. Vrchlického, Liberec 14 (Ruprechtice)

ST.-ANTONIUS-KIRCHE (KOSTEL SV. ANTONÍNA VELIKÉHO)

Die St.-Antonius-Kirche am Sokolovské-Platz ist dank seines 70 m hohen Turmes bereits mehrere Jahrhunderte eine der Dominanten von Liberec (Reichenberg). Der in unmittelbarer Nachbarschaft befindliche Rathausturm misst dagegen nur 65 m. Die St.-Antonius-Kirche wurde an der Stelle einer hölzernen Kirche errichtet, mit der auch die erste Erwähnung der Stadt Liberec im Jahr 1352 verbunden ist. Die heutige Kirche wurde in den Jahren 1579 - 1687 wahrscheinlich nach Plänen des Baumeisters M. Spazia gebaut und war das erste steinerne Bauwerk der ganzen Stadt. Die Einrichtung der Kirche ist leicht vom protestantischen Stil geprägt. Wertvoll ist insbesondere der 10 Meter hohe Altar, der die Schutzheiligen der Böhmischen Kronländer darstellt.

Lokalität: Kostelní ul., Liberec 1

KIRCHE DES HL. BONIFATIUS (KOSTEL SV. BONIFÁCE)

Mit dem Bau der Kirche in Dolní Hanychov begann der Baumeister Stefan Arnold am 24.5.1915, wegen des Krieges wurde er jedoch erst am 4.9.1919 beendet. Sie hat einen einfachen rechteckigen Grundriss und einen 33,8 Meter hohen Turm. Der Hauptschmuck des einfachen Innenraums ist der Altar mit einer Statue des Hl. Bonifatius. Wegen der sonst niedrigen und verstreuten Bauweise in Dolní Hanychov überragt das Kirchengebäude diesen Stadtteil.

Lokalität: ul. Ještìdská, Liberec 8 (Dolní Hanychov)

KIRCHE DES HL. JOHANNES DES TÄUFERS (KOSTEL SV. JANA KØTITELE)

Kirche des Hl. Johannes des Täufers (Kostel sv. Jana Køtitele): Die gemauerte Kirche des Hl. Johannes des Täufers löste 1657 ihre aus Holz gebaute Vorgängerin ab. 1678 wurden außerdem der Turm umgebaut und anschließend drei Glocken darin aufgehängt. In den Jahren 1708-1709 kam es zu einer umfangreichen Renovierung, bei der das gesamte Interieur einschließlich Altar, Kanzel und Orgel erneuert wurde. An den Vorraum dieses Barockgebäudes mit einem einzigen Turm wurde 1746 die Kapelle der Familie Appelt angebaut. Die Kirche des Hl. Johannes des Täufers ist bis heute eine wertvolle Erinnerung an die längst vergangene Geschichte von Rochlice.

Lokalität: ul. Na Žižkovì, Liberec 6 (Rochlice)

KIRCHE DES HL. JOHANNES VON NEPOMUK (KOSTEL SV. JANA NEPOMUCKÉHO)

Kirche des Hl. Johannes von Nepomuk (Kostel sv. Jana Nepomuckého): Die Kirche von Janùv Dùl wurde 1716 auf Anregung von Karl Christian Platz von Ehrental errichtet, der Name des Baumeisters ist jedoch nicht überliefert. Sie wurde Johannes von Nepomuk geweiht, einem der Patrone und Beschützer Böhmens. Die Besonderheit dieses frühbarocken Bauwerks ist der Altar, der gegen alle Gewohnheit nicht nach Osten, sondern nach Westen gewandt ist. Das Innere der Kirche ist sehr einfach und nüchtern ausgestattet, sie dient heute allerdings nicht mehr als Gotteshaus.

Lokalität: ul. Kubelíkova, Liberec 9 (Janùv Dùl)

KREUZKIRCHE (KOSTEL SV. KØÍŽE)

Diese Kirche aus den fünfziger Jahren des 18. Jahrhundert ist das wertvollste barocke Bauwerk der Stadt Liberec (Reichenberg). Sie wurde nach den Plänen des herrschaftlichen Baumeisters J. J. Kunze an der Stelle einer kleinen, 1696 errichteten Kirche gebaut. Seinen Namen erhielt die Kirche wahrscheinlich dank ihres Grundrisses, der früher tatsächlich dem eines Kreuzes ähnelte, dem Äußeren nach aber an die Kirche in Hejnice (Haindorf) erinnert. Bemerkenswert ist auch die Tatsache, dass 1795 die erste öffentliche Bibliothek der Stadt in der Kreuzkirche eingerichtet wurde. Um deren Einrichtung machte sich vor allem Anton Kopsch verdient, der auch die reiche Ausschmückung der Kirche finanzierte. Bis in die heutige zeit sind wertvolle Kunstwerke erhalten geblieben. Das wertvollste ist eine Statue der Gottesmutter, die ebenfalls mit einer interessanten Geschichte verbunden ist. Die Kirche selbst ist wertvolles Kunstwerk; aber auch ihre Umgebung wird von wertvollen Denkmälern geschmückt. Dazu gehört auch die Pestsäule aus der Werkstatt des berühmten Bildhauers M. B. Braun im Garten der Kirche. Die Säule ist von einem Kreuzweg mit Bildern des Malers J. Führich, einem Landsmann aus dem nahen Städtchen Chrastava, umgeben.

Lokalität: Malé nám., Liberec 1

KIRCHE DES HL. VINZENZ (KOSTEL SV. VINCENCE Z PAOLI)

Die neuromanische Kirche wurde in den Jahren 1884-1887 nach Entwürfen der Wiener Architekten R. Jordan und J. Schmalzhofer von dem Baumeister F. Schloz errichtet. Da sie dem Lazarus-Orden gehörte, deren Gründer der Hl. Vinzenz von Paoli war, trägt der Bau seinen Namen nach ihrem Patron. Beim ersten Anblick fällt die Kirche durch ihr ungewöhnliches Aussehen auf, einer Kombination roter Backsteine mit Steinen. Sehenswert sind auch die schmückenden Gesimse, Mauerecken und Säulen aus Sandstein, der aus dem fernen Pirna herbeigebracht wurde. Das Innere der Kirche war ursprünglich auch in neuromanischem Stil geplant, der jahrelange Verfall forderte jedoch seinen Tribut und so verdanken wir die heutige Existenz des Gotteshauses den Mitgliedern der Adventistengemeinde, die sich des verlassenen Gebäudes annahmen und es durch einen Umbau für ihre Zwecke vor der vollständigen Zerstörung retteten.

Lokalität: U Jánského kamene, Liberec 4 (Perštýn)

KIRCHE DES HL. LAURENTIUS (KOSTEL SV. VOJTÌCHA)

Kirche des Hl. Laurentius in Ostašov (Kostel sv. Vojtìcha v Ostašovì): Die heutige gemauerte Kirche wurde 1833 an der Stelle der früheren Holzkapelle errichtet. Auf Wunsch des Eigentümers der Herrschaft, Christian Christof Clam-Gallas, führte der Ingenieur F. Effenberger den Bau aus. Zur Erinnerung an den Siebenjährigen Krieg waren ursprünglich über dem Eingang zur Kirche zwei Kanonenkugeln eingemauert, die man später bei der Renovierung entfernte. Die Kirche ist zwar nicht besonders ausdrucksvoll, zieht aber trotzdem, wegen ihrer Lage direkt an der Hauptstraße nach Ostašov, sicherlich Beachtung auf sich.

Lokalität: ul. Køižanská, Liberec 20 (Ostašov)

KIRCHE ZUM BILDCHEN (KOSTEL U OBRÁZKU)

Um das ursprünglich aus der Jugendstilzeit stammende Kirchlein am Fuß des Isergebirges rankt sich eine ganze Reihe von Sagen. Danach befand sich an der Stelle der heutigen Kapelle früher eine Quelle mit kristallklarem Wasser, das alle Gebrechen heilen konnte und daher ist es kein Wunder, dass Scharen von Kranken zu ihr strömten. Einer davon war der Bauer Weber, dem die Grundstücke hier gehörten. Er ließ sogar aus Dankbarkeit für seine Heilung an der Quelle ein steinernes Kreuz mit einem Christus und den Statuen der Jungfrau Maria und des Hl. Johannes von Nepomuk aufstellen. Dank einer weiteren wunderbaren Genesung verbreitete sich die Kunde von der "heilenden Quelle" weiter und davon profitierte auch die Gemeinde Ruprechtice, die 1907 an der Quelle die Kirche erbauen ließ (Architekten: M. Kühn und H. Fanta, Baumeister: A. Hübner). Das Jugendstilgebäude, zu dem eine Kastanienallee mit einem bemerkenswerten Kreuzweg führt, beherrscht noch heute gut sichtbar die Landschaft und ist auf jeden Fall eine nähere Besichtigung wert.

Lokalität: Horská ul., Liberec 14 (Ruprechtice)

KAFFEEHAUS POST (KAVÁRNA POŠTA)

Das im Stil Wiener Kaffeehäuser eingerichtete Kaffeehaus Post ist eine der Perlen am Dr.-Eduard-Beneš-Platz. Der Stil des Neurokoko, Kachelfußböden, vergoldeter Stuck und herrliche Spiegel schaffen die einmalige Atmosphäre des letzten Jahrhunderts.

Lokalität: nám. Dr.E.Beneše, Liberec 1

LIBERECER HÖHE (LIBERECKÁ VÝŠINA)

Dieses Ungewöhnliche Gebäude entstand in den Jahren 1901 - 1902 auf Anregung von Heinrich Liebig. Bauherr war der Architekt Schmitz. Die Heinrichshöhe (Výšina) war insbesondere für Touristen und Ausflügler als Ort zur Erholung und Erfrischung gedacht, sollte aber auch als Aussichtsturm dienen. Bemerkenswert ist vor allem das wunderbar altertümliche Aussehen des Gebäudes, das es durch einen einfachen Trick des Bauherren erhielt. Beim Bau wurden nämlich Steinblöcke abgerissener mittelalterlicher Häuser aus Nürnberg verwendet. Das Gebäude selbst durchlebte stürmische Zeiten und verfiel langsam, bis es geschlossen werden musste. Glücklicherweise fand das Objekt aber wieder einen Mieter, der sich der Auflage unterzog, das Gebäude der Liberecer Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen.

Lokalität: úpatí Jizerských hor

LIEBIEG-SCHLÖSSCHEN (LIEBIEGÙV ZÁMEÈEK)

Der Baron Theodor von Liebieg, der Besitzer einer Fabrik, die zu seiner Zeit eine der größten des ganzen Landes war, entschloss sich, in ihrer Nähe einen Sitz für seine Familie zu errichten und so wurde 1897 das romantische Fachwerkhaus mit einem Erker an der Ecke gebaut. Zu diesem Gebäude kam bald ein weiteres hinzu, das wie ein Schloss mit einem viereckigen Turm aussieht und weil aller guten Dinge drei sind, wie man sagt, entstand 1904 der dritte Teil mit Elementen im Jugendstil. Das Schlösschen diente im Laufe der Jahre als Wohnsitz, Kindergarten und - krippe und als Sitz der Direktion der Textilana AG und gehört heute dem Magistrat der Stadt Liberec. Die prunkvolle romantische Architektur und die erstaunlich gelungene Einbettung in das abschüssige Gelände machen das Gebäude zu einem der interessantesten Bauwerke aus der Zeit der Jahrhundertwende.

Lokalität: Jablonecká ul., Liberec 1

STADTBAD (MÌSTSKÉ LÁZNÌ)

Das herrliche Gebäude des Stadtbades im Stil der Neurenaissance wurde in den Jahren 1901 - 1902 nach den Plänen des Wiener Architekten Brang errichtet. Das Äußere und auch die Ausschmückung der Einrichtung entspricht dem ursprünglichen Anliegen eines Stadtbades. Der Giebel wird von Statuen von Poseidon und seiner Frau geschmückt. Die über den Fenstern befindlichen Plastiken stellen Wasserspiele dar. Derzeit ist das Gebäude allerdings geschlossen, seine Aufgabe hat die nahe Schwimmhalle übernommen. Besuchern bleibt also nur, das Äußere zu bewundern, das trotz seiner Hinfälligkeit ein eindrucksvolles Zeugnis der Fertigkeiten unserer Vorfahren ist.

Lokalität: Masarykova ul., Liberec 1

SYNAGOGE (SYNAGÓGA)

Die Liberecer Synagoge wurde in den Jahren 1887-1889 von der anerkannten Firma Sachers und Gärtner nach einem Plan des Architekten K. König aus Wien erbaut. Da das Gebäude in der Stadtmitte stand und vor allem wegen seiner Architektur im Stil der Neurenaissance hinterließ es einen wahrhaft monumentalen Eindruck und es erfüllte seinen Zweck bis zum Jahr 1938, als es in der tragischen Kristallnacht von den Nazis in Brand gesteckt wurde. Heute steht an dieser Stelle bereits eine neue Synagoge, die die Form eines halben Davidssterns hat und eine Umfassungsmauer besitzt, die symbolisch an die Klagemauer erinnert.

Lokalität: Rumjancevova ul., Liberec 1

SCHOLZE-HAUS (ŠOLCÙV DÙM)

Ende des 18. Jahrhunderts war Liberec als Zentrum der Textilindustrie bekannt. Die Textilproduzenten errichteten ihre Häuser vor allem auf Grundstücken, zu denen das für die Tuchherstellung notwendige Wasser hergeleitet werden konnte, vor allem jedoch entlang des Flüsschens Neiße. Auch der Tuchhändler Friedrich Scholze errichtete 1771 hier sein Umgebindehaus mit gezimmertem Stockwerk. Heute hat hier die Verwaltung des Landschaftsschutzgebietes Isergebirge seinen Sitz. Die Schönheit dieses, in Liberec einmaligen Bauwerks kam nach der parkähnlichen Gestaltung der Umgebung richtig zur Geltung. Das Scholze-Haus ist ein interessantes Zeugnis der Zimmermannskunst am Ende des 18. Jahrhunderts.

Lokalität: U Jezu., Liberec 4

WALLENSTEINHÄUSER (VALDŠTEJNSKÉ DOMKY)

Die Wallensteinhäuser in der Windgasse sind die ältesten erhaltenen Häuser in Liberec. Sie kommen aus Jahren 1678 - 1681 und sie stellen ein einzigartiges Beispiel von Wohnhäusern mit Laube und Schmuckgiebel der ehemaligen sogenannten Neustadt dar, die A. von Wallenstein im 17. Jh. in der Nähe des heutigen Sokolovske - Platzes gründete. Obwohl sich diese Häuser Wallensteinhäuser nennen, wurden sie aber erstmall nach der Wallensteins Tod erbaut. In diesen Häusern wohnten vor allem Handwerker und Tuchmacher, in einem Haus war es später auch ein Gasthof "Zur Stadt Petrohrad". In der Neustadt fand ein Weihnachtsmarkt jedes Jahr statt. Im Lauf der Zeit verfielen die Häuser so viel, dass sie ihre Umgebung bedrohten und man begann darüber überlegen, die Wallensteinhäuser niederzureißen. Zum Glück wurde dieses Denkmal unserer Stadt von Fachmännern aus der nahen Baufachschule rekonstruiert und so auch für nächste Generationen gerettet.

Lokalität: Vìtrná ul., Liberec 1

TALSPERRE

In Reaktion auf das riesige, vernichtende Hochwasser, das 1897 erbarmungslos die Stadt überschwemmte, wurde in den Jahren 1902 - 1904 die Talsperre am Harzdorfer Bach (Harcovský potok) errichtet. Das Projekt arbeitete der erfahrene Staudammbauer Prof. Dr. Intze aus Cách aus, der von den traditionellen Schüttdämmen abließ und vorschlug, den allerersten gemauerten Staudamm in Europa zu bauen. Außer dieser Talsperre sollten im Isergebirge noch weitere 5 Staudämme errichtet werden und dieser Plan wurde bis auf eine Ausnahme auch realisiert. Der Staudamm der Talsperre Harcov ist einschließlich des Untergrundfundaments 20,5 Meter hoch, 157 Meter lang und seine Krone erhebt sich 13 Meter über das Gelände. Der gesamte Bau gehört zu den interessanten technischen Denkmälern aus der Zeit der Sezession und dient den Einwohnern der Stadt bis heute zu Erholungszwecken.

Lokalität: Liberec

BILDHAUEROBJEKTE

Bei Spaziergängen durch Liberec werden Sie bestimmt viele markante Skulpturen und Plastiken fesseln. Auf dem Štefánik-Platz (Štefánikové námìstí) können Sie ein Denkmal zum Gedenken der Opfer des Zweiten Weltkriegs sehen, hinter dem Rathaus befindet sich eine kuriose Bushaltestelle mit der Bezeichnung Gastmahl der Riesen und das Innere der Bibliothek schmückt eine geheimnisvolle Ader, die der Autor Rittstein poetisch mit von der Erde zum Himmelszelt aufsteigendem Dunst vergleicht. Beim Grandhotel Goldener Löwe (Zlatý lev) erwartet sie eine futuristische leuchtende Kugel, auf deren glänzender Oberfläche sich die Umgebung widerspiegelt, und nur ein paar Meter weiter inmitten des Parks thronen zwölf Marmorblöcke, die die zwölf Monate darstellen. Vor allem Kinder zieht eine lustige Gruppe gar merkwürdiger Gestalten am Terminal der Öffentlichen Stadtverkehrsmittel an, unter denen eine zweiköpfige Schildkröte dominiert. Ein echtes Skulpturenparadies ist der Zoologische Garten, wo Sie ein interessantes Werk finden, dass durch die Zusammenarbeit von Liberec und dem befreundeten bayrischen Augsburg inspiriert wurde und den Namen Partnerschaft trägt, und außerdem noch viele andere Schöpfungen.

Lokalität: Liberec



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