| KULTURSEHESWÜRDIGKEITEN |
| KIRCHE DES GÖTTLICHEN HERZENS DES HERRN (KOSTEL BOŽÍHO SRDCE PÁNÌ) |
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| KIRCHE DER MARIA MAGDALENA (KOSTEL MÁØÍ MAGDALÉNY) |
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| HEIMSUCHUNG DER JUNGFRAU MARIA (KOSTEL NAVŠTÍVENÍ PANNY MARIE) |
Die Kirche von Harcov wurde in den Jahren 1858-1860 mit
Spendengeldern der Einwohner errichtet. Das einschiffige Gebäude im Stil des Spätempire besitzt einen schlanken Turm und deutet durch
sein Aussehen in gewisser Weise den Übergang zur Neuromanik an. Die Architektur der Kirche wird zwar nicht sonderlich gewürdigt, der Bau
allein ist jedoch ein markanter und schlechthin unverzichtbarer Teil von Harcov. |
| KIRCHE DER HEILIGEN DREIFALTIGKEIT (KOSTEL NEJSVÌTÌJŠÍ TROJICE) |
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| KIRCHE DES HL. ANTONIUS VON PADUA (KOSTEL SV. ANTONÍNA PADUÁNSKÉHO) |
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| ST.-ANTONIUS-KIRCHE (KOSTEL SV. ANTONÍNA VELIKÉHO) |
Die St.-Antonius-Kirche am Sokolovské-Platz ist dank seines 70 m hohen
Turmes bereits mehrere Jahrhunderte eine der Dominanten von Liberec (Reichenberg).
Der in unmittelbarer Nachbarschaft befindliche Rathausturm misst dagegen nur 65 m.
Die St.-Antonius-Kirche wurde an der Stelle einer hölzernen Kirche errichtet, mit der auch
die erste Erwähnung der Stadt Liberec im Jahr 1352 verbunden ist. Die heutige Kirche
wurde in den Jahren 1579 - 1687 wahrscheinlich nach Plänen des Baumeisters M.
Spazia gebaut und war das erste steinerne Bauwerk der ganzen Stadt. Die Einrichtung
der Kirche ist leicht vom protestantischen Stil geprägt. Wertvoll ist insbesondere der 10
Meter hohe Altar, der die Schutzheiligen der Böhmischen Kronländer darstellt.
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| KIRCHE DES HL. BONIFATIUS (KOSTEL SV. BONIFÁCE) |
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| KIRCHE DES HL. JOHANNES DES TÄUFERS (KOSTEL SV. JANA KØTITELE) |
Kirche des Hl. Johannes des Täufers (Kostel sv. Jana Køtitele): Die gemauerte Kirche des Hl. Johannes des Täufers löste 1657
ihre aus Holz gebaute Vorgängerin ab. 1678 wurden außerdem der Turm umgebaut und anschließend drei Glocken darin aufgehängt. In den
Jahren 1708-1709 kam es zu einer umfangreichen Renovierung, bei der das gesamte Interieur einschließlich Altar, Kanzel und Orgel erneuert
wurde. An den Vorraum dieses Barockgebäudes mit einem einzigen Turm wurde 1746 die Kapelle der Familie Appelt angebaut. Die Kirche des
Hl. Johannes des Täufers ist bis heute eine wertvolle Erinnerung an die längst vergangene Geschichte von Rochlice. |
| KIRCHE DES HL. JOHANNES VON NEPOMUK (KOSTEL SV. JANA NEPOMUCKÉHO) |
Kirche des Hl. Johannes von Nepomuk (Kostel sv. Jana Nepomuckého): Die Kirche von Janùv Dùl wurde 1716 auf Anregung von Karl Christian
Platz von Ehrental errichtet, der Name des Baumeisters ist jedoch nicht überliefert. Sie wurde Johannes von Nepomuk geweiht, einem der Patrone
und Beschützer Böhmens. Die Besonderheit dieses frühbarocken Bauwerks ist der Altar, der gegen alle Gewohnheit nicht nach Osten, sondern nach
Westen gewandt ist. Das Innere der Kirche ist sehr einfach und nüchtern ausgestattet, sie dient heute allerdings nicht mehr als Gotteshaus. |
| KREUZKIRCHE (KOSTEL SV. KØÍŽE) |
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| KIRCHE DES HL. VINZENZ (KOSTEL SV. VINCENCE Z PAOLI) |
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| KIRCHE DES HL. LAURENTIUS (KOSTEL SV. VOJTÌCHA) |
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| KIRCHE ZUM BILDCHEN (KOSTEL U OBRÁZKU) |
Um das ursprünglich aus der Jugendstilzeit stammende Kirchlein am Fuß
des Isergebirges rankt sich eine ganze Reihe von Sagen. Danach befand sich an der Stelle der heutigen Kapelle früher eine Quelle mit
kristallklarem Wasser, das alle Gebrechen heilen konnte und daher ist es kein Wunder, dass Scharen von Kranken zu ihr strömten. Einer
davon war der Bauer Weber, dem die Grundstücke hier gehörten. Er ließ sogar aus Dankbarkeit für seine Heilung an der Quelle ein steinernes
Kreuz mit einem Christus und den Statuen der Jungfrau Maria und des Hl. Johannes von Nepomuk aufstellen. Dank einer weiteren wunderbaren
Genesung verbreitete sich die Kunde von der "heilenden Quelle" weiter und davon profitierte auch die Gemeinde Ruprechtice, die 1907 an der
Quelle die Kirche erbauen ließ (Architekten: M. Kühn und H. Fanta, Baumeister: A. Hübner). Das Jugendstilgebäude, zu dem eine Kastanienallee
mit einem bemerkenswerten Kreuzweg führt, beherrscht noch heute gut sichtbar die Landschaft und ist auf jeden Fall eine nähere Besichtigung wert. |
| KAFFEEHAUS POST (KAVÁRNA POŠTA) |
Das im Stil Wiener Kaffeehäuser eingerichtete Kaffeehaus
Post ist eine der Perlen am Dr.-Eduard-Beneš-Platz. Der Stil des Neurokoko,
Kachelfußböden, vergoldeter Stuck und herrliche Spiegel schaffen die einmalige
Atmosphäre des letzten Jahrhunderts.
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| LIBERECER HÖHE (LIBERECKÁ VÝŠINA) |
Dieses Ungewöhnliche Gebäude entstand in den Jahren 1901 - 1902
auf Anregung von Heinrich Liebig. Bauherr war der Architekt Schmitz. Die Heinrichshöhe
(Výšina) war insbesondere für Touristen und Ausflügler als Ort zur Erholung und
Erfrischung gedacht, sollte aber auch als Aussichtsturm dienen. Bemerkenswert
ist vor allem das wunderbar altertümliche Aussehen des Gebäudes, das es durch
einen einfachen Trick des Bauherren erhielt. Beim Bau wurden nämlich Steinblöcke
abgerissener mittelalterlicher Häuser aus Nürnberg verwendet. Das Gebäude selbst
durchlebte stürmische Zeiten und verfiel langsam, bis es geschlossen werden musste.
Glücklicherweise fand das Objekt aber wieder einen Mieter, der sich der Auflage unterzog,
das Gebäude der Liberecer Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen. |
| LIEBIEG-SCHLÖSSCHEN (LIEBIEGÙV ZÁMEÈEK) |
Der Baron Theodor von Liebieg, der Besitzer einer Fabrik, die zu
seiner Zeit eine der größten des ganzen Landes war, entschloss sich, in ihrer Nähe einen Sitz für seine Familie zu errichten und
so wurde 1897 das romantische Fachwerkhaus mit einem Erker an der Ecke gebaut. Zu diesem Gebäude kam bald ein weiteres hinzu,
das wie ein Schloss mit einem viereckigen Turm aussieht und weil aller guten Dinge drei sind, wie man sagt, entstand 1904 der dritte
Teil mit Elementen im Jugendstil. Das Schlösschen diente im Laufe der Jahre als Wohnsitz, Kindergarten und - krippe und als Sitz der
Direktion der Textilana AG und gehört heute dem Magistrat der Stadt Liberec. Die prunkvolle romantische Architektur und die erstaunlich
gelungene Einbettung in das abschüssige Gelände machen das Gebäude zu einem der interessantesten Bauwerke aus der Zeit der Jahrhundertwende.
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| STADTBAD (MÌSTSKÉ LÁZNÌ) |
Das herrliche Gebäude des Stadtbades im Stil der Neurenaissance wurde
in den Jahren 1901 - 1902 nach den Plänen des Wiener Architekten Brang
errichtet. Das Äußere und auch die Ausschmückung der Einrichtung
entspricht dem ursprünglichen Anliegen eines Stadtbades. Der Giebel
wird von Statuen von Poseidon und seiner Frau geschmückt. Die über
den Fenstern befindlichen Plastiken stellen Wasserspiele dar. Derzeit
ist das Gebäude allerdings geschlossen, seine Aufgabe hat die nahe
Schwimmhalle übernommen. Besuchern bleibt also nur, das Äußere
zu bewundern, das trotz seiner Hinfälligkeit ein eindrucksvolles
Zeugnis der Fertigkeiten unserer Vorfahren ist.
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| SYNAGOGE (SYNAGÓGA) |
Die Liberecer Synagoge wurde in den Jahren 1887-1889 von der anerkannten Firma Sachers und
Gärtner nach einem Plan des Architekten K. König aus Wien erbaut. Da das Gebäude in der Stadtmitte stand und vor allem wegen seiner
Architektur im Stil der Neurenaissance hinterließ es einen wahrhaft monumentalen Eindruck und es erfüllte seinen Zweck bis zum Jahr 1938,
als es in der tragischen Kristallnacht von den Nazis in Brand gesteckt wurde. Heute steht an dieser Stelle bereits eine neue Synagoge, die die
Form eines halben Davidssterns hat und eine Umfassungsmauer besitzt, die symbolisch an die Klagemauer erinnert. |
| SCHOLZE-HAUS (ŠOLCÙV DÙM) |
Ende des 18. Jahrhunderts war Liberec als Zentrum
der Textilindustrie bekannt. Die Textilproduzenten errichteten ihre Häuser
vor allem auf Grundstücken, zu denen das für die Tuchherstellung notwendige
Wasser hergeleitet werden konnte, vor allem jedoch entlang des Flüsschens
Neiße. Auch der Tuchhändler Friedrich Scholze errichtete 1771 hier sein
Umgebindehaus mit gezimmertem Stockwerk. Heute hat hier die Verwaltung
des Landschaftsschutzgebietes Isergebirge seinen Sitz. Die Schönheit
dieses, in Liberec einmaligen Bauwerks kam nach der parkähnlichen
Gestaltung der Umgebung richtig zur Geltung. Das Scholze-Haus ist
ein interessantes Zeugnis der Zimmermannskunst am Ende des 18.
Jahrhunderts.
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| WALLENSTEINHÄUSER (VALDŠTEJNSKÉ DOMKY) |
Die Wallensteinhäuser in der Windgasse sind die ältesten erhaltenen
Häuser in Liberec. Sie kommen aus Jahren 1678 - 1681 und sie stellen ein einzigartiges
Beispiel von Wohnhäusern mit Laube und Schmuckgiebel der ehemaligen sogenannten
Neustadt dar, die A. von Wallenstein im 17. Jh. in der Nähe des heutigen Sokolovske -
Platzes gründete. Obwohl sich diese Häuser Wallensteinhäuser nennen, wurden sie
aber erstmall nach der Wallensteins Tod erbaut. In diesen Häusern wohnten vor allem
Handwerker und Tuchmacher, in einem Haus war es später auch ein Gasthof "Zur Stadt
Petrohrad". In der Neustadt fand ein Weihnachtsmarkt jedes Jahr statt. Im Lauf der Zeit
verfielen die Häuser so viel, dass sie ihre Umgebung bedrohten und man begann darüber
überlegen, die Wallensteinhäuser niederzureißen. Zum Glück wurde dieses Denkmal
unserer Stadt von Fachmännern aus der nahen Baufachschule rekonstruiert und so auch
für nächste Generationen gerettet.
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| TALSPERRE |
In Reaktion auf das riesige, vernichtende Hochwasser, das 1897 erbarmungslos die Stadt überschwemmte, wurde in den Jahren 1902 - 1904
die Talsperre am Harzdorfer Bach (Harcovský potok) errichtet. Das Projekt arbeitete der erfahrene Staudammbauer Prof. Dr. Intze aus
Cách aus, der von den traditionellen Schüttdämmen abließ und vorschlug, den allerersten gemauerten Staudamm in Europa zu bauen. Außer
dieser Talsperre sollten im Isergebirge noch weitere 5 Staudämme errichtet werden und dieser Plan wurde bis auf eine Ausnahme auch realisiert.
Der Staudamm der Talsperre Harcov ist einschließlich des Untergrundfundaments 20,5 Meter hoch, 157 Meter lang und seine Krone erhebt sich
13 Meter über das Gelände. Der gesamte Bau gehört zu den interessanten technischen Denkmälern aus der Zeit der Sezession und dient den
Einwohnern der Stadt bis heute zu Erholungszwecken.
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| BILDHAUEROBJEKTE |
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Bei Spaziergängen durch Liberec werden Sie bestimmt viele markante Skulpturen und Plastiken fesseln. Auf dem Štefánik-Platz
(Štefánikové námìstí) können Sie ein Denkmal zum Gedenken der Opfer des Zweiten Weltkriegs sehen, hinter dem Rathaus
befindet sich eine kuriose Bushaltestelle mit der Bezeichnung Gastmahl der Riesen und das Innere der Bibliothek schmückt eine geheimnisvolle
Ader, die der Autor Rittstein poetisch mit von der Erde zum Himmelszelt aufsteigendem Dunst vergleicht. Beim Grandhotel Goldener Löwe (Zlatý lev)
erwartet sie eine futuristische leuchtende Kugel, auf deren glänzender Oberfläche sich die Umgebung widerspiegelt, und nur ein paar Meter weiter
inmitten des Parks thronen zwölf Marmorblöcke, die die zwölf Monate darstellen. Vor allem Kinder zieht eine lustige Gruppe gar merkwürdiger
Gestalten am Terminal der Öffentlichen Stadtverkehrsmittel an, unter denen eine zweiköpfige Schildkröte dominiert. Ein echtes Skulpturenparadies
ist der Zoologische Garten, wo Sie ein interessantes Werk finden, dass durch die Zusammenarbeit von Liberec und dem befreundeten bayrischen
Augsburg inspiriert wurde und den Namen Partnerschaft trägt, und außerdem noch viele andere Schöpfungen.
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