| ÈESKÝ DUB (BÖHMISCH AICHA) |
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An der Stelle, wo sich heute die Stadt befindet, entstand am Anfang des 12. Jahrhunderts die Siedlung Dub (Aicha), die ihren Namen von einem einzeln stehenden Baum erhielt. Die Ritter des Ordens des heiligen Johannes, die sogenannten Johanniter, errichteten hier im 13. Jahrhundert eine Komturei, die allerdings im 15. Jahrhundert wieder geschlossen wurde. Die einmaligen Kelleranlagen des Johanniterklosters wurden in der jüngsten Vergangenheit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, während unweit des aus dem 16. Jahrhundert stammenden Rathauses weitere Archäologische Untersuchungen durchgeführt werden. Im Karolina-Svìtlá-Museum (Podještìdské muzeum Karolíny Svìtlé) wird eine Reihe kostbarer Möbelstücke des 15. bis 18. Jahrhunderts gezeigt. Zu den wertvollsten Stücken gehört gotisches Möbel aus Nordböhmen. An die berühmte Schriftstellerin Karolina Svìtlá erinnern vor allem die hier ausgestellten Bilder und Bücher. Die Schriftstellerin bezog ihre Anregungen aus der Gegend unterhalb des Jeschken (Ještìd). |
| HEJNICE (HAINDORF) |
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Hejnice ist ein bedeutender Wallfahrtsort, dessen Geschichte bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht. Bedeutendes Gebäude ist die denkmalgeschützte Kirche Mariä Heimsuchung. Ursprung der heutigen Kirche war ein gotisches Gotteshaus aus dem Jahre 1472. Heute knüpft Hejnice wieder an sein historisches Anliegen als traditioneller Wallfahrtsort an. Zu den erwähnenswerten kulturellen Veranstaltungen gehören Konzerte klassischer Musik in der Kirche Mariä Heimsuchung. |
| HODKOVICE NAD MOHELKOU (LIEBENAU) |
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Die Stadt Hodkovice (Liebenau) wurde schon im 14. Jahrhundert als Eigentum der Herren von Dražice erwähnt. Später waren die Adelsgeschlechter Bibrstejn, Vartenberk, der berühmte Albrecht von Wallenstein und die Familie Rohan Eigentümer der Stadt. Bedeutendste Baudenkmäler der Stadt sind das Rathaus von 1889, die Barockkirche des heiligen Prokop aus den Jahren 1717 - 1721 und die Statue des heiligen Johannes von Nepomuk von 1773. Dank des lebhaft genutzten Flugplatzes entstand hier eine Flugtage-Tradition. |
| FRÝDLANT (FRIEDLAND) |
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Die Mittelalterliche Stadt entstand zur gleichen Zeit wie die gleichnamige Burg und das Schloss. Bis heute ist Frýdlant als größter Ort am Flusslauf der Smìda (Wittig) ein Zentrum für der gesamten Region. Die Stadtrechte erwarb Frýdlant um das Jahr 1537. Im Laufe der Jahre wechselte häufig der Eigentümer der Stadt. Größten Aufschwung erlangte sie unter der Herrschaft von Abrecht von Wallenstein. Dank der Tatsache, dass die Stadt ein natürliches Zentrum des Friedländer Zipfels ist, entstand hier auch eine Reihe wertvoller Kulturdenkmäler, was dazu führte, dass die Stadt zur Denkmalschutzzone erklärt wurde. Ebenso wie im nahen Liberec bildet das ebenfalls vom Architekten F. Neumann im Stil der Neorenaissance errichtete Rathaus die Dominante des Marktplatzes. Ein weiteres Baudenkmal ist die Kirche der Kreuzfindung von 1551, in deren Kapelle die Familie von Rädern beigesetzt ist. Der Marktplatz ist von einer stattlichen Anzahl alter Bürgerhäuser umgeben. In gewisser Weise überschattet allerdings der Ruhm der bekannten Burg und des Schlosses mit dem ältesten Burgmuseum Mitteleuropas die Bedeutung dieser Bauwerke. |
| CHRASTAVA (KRATZAU) |
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Ursprünglich befand sich an der Stelle der heutigen Stadt Chrastava eine von Lausitzer Sorben gegründete Siedlung. Im 15. Jahrhundert hatten Hussiten die Stadt besetzt, die von hier aus Hussitenfahrten in die Lausitz unternahmen. Schrittweise entstand auf beiden Seiten der Neiße eine befestigte Siedlung. Wichtigste Denkmäler sind die Barockkirche des heiligen Laurentius von 1707 und das zweigeschossige Rathaus im Empirestil, wo 1996 das Stadtmuseum, die Minigalerie G uns das Informationszentrum eingerichtet wurden. |
| HRÁDEK NAD NISOU (GROTTAU) |
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Die ursprüngliche Siedlung umgab die, in der Mitte des 13. Jahrhunderts errichtete Kirche. Im Jahre 1466 wurde an der Stelle der ursprünglichen Gotteshauses, das in den Hussitenkriegen zerstört worden war, die St.-Bartholomäus-Kirche errichtet. Seinen größten Aufschwung erlebte Hrádek im 17. Jahrhundert. Für Touristen ist das Erholungsgebiet Kristinasee von Interesse, wo seit 1993 jährlich die Akademische Triathlon-Weltmeisterschaft ausgetragen wird. |
| NOVÉ MÌSTO POD SMRKEM (NEUSTADT) |
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Dieses Städtchen gründete Melchior von Rädern 1584 für seine Bergleute, die auf dem nahen Berg Medìnec Zinnerz förderten. Beredtes Zeugnis dieser Zeiten sind die vielen Stollen in der Umgebung, die heute hauptsächlich Fledermäusen zur Überwinterung dienen. Das älteste Bauwerk der Stadt ist die St.-Katharinen-Kirche von 1607. Bemerkenswert ist auch das Marmordenkmal für den hiesigen Pfarrer und Reisenden G. Mendel. Nahe der Eisenbahnlinie befindet sich ein weiteres aus dem Jahre 1911 stammendes Kirchlein, das einschließlich seiner Statuen unter Denkmalschutz steht. Das örtliche Heimatkundemuseum in den Räumen der Stadtbibliothek wartet mit einer interessanten Sammlung zur Geschichte und Natur des Friedländer Zipfels auf. Nur wenige Kilometer von Neustadt (Nové Mìsto) entfernt befindet sich ein Grenzübergang nach Polen, der für Besucher der Stadt vor allem wegen der Bäder im nahen Ort Swieradów Zdrój von Interesse ist. |
| RASPENAVA (RASPENAU) |
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Raspenava entstand im Laufe der Jahre entlang des Flüsschens Smìda (Wittig). Seine heutige Gestallt erhielt der Ort durch die Vereinigung der Gemeinden Raspenava, Luh, Lužce und Peklo. Das Genaue Datum der Ortsgründung ist unbekannt. Erste Erwähnungen stammen aus dem Jahr 1343. Ein wertvolles Baudenkmal der Stadt ist die neubarocke Kirche von 1907. In der Nachbarschaft befindet sich ein schönes Barocktor, welches das Jugendstilpfarrhaus ergänzt. An der Kirche befindet sich auch die vom Architekten F. Neumann projektierte Familiengruft der Fabrikantenfamilie Richter. Dieser machte sich vor allem um den Bau der Rathäuser in Liberec (Reichenberg) und Frýdlant (Friedland) verdient. |
| LÁZNÌ LIBVERDA (BAD LIEBWERDA) |
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Bad Liebwerda ist ein renommierter Kurort, dessen Gründung mit einer interessanten Sage verbunden ist. Nach dieser Sage lebte einmal ein Bursche, der einen Hahn besaß, der immerfort gesund und kräftig war. Der Bursche folgte dem Hahn und entdeckte so eine Quelle mit Mineralwasser. Daraufhin entstand um die Quelle herum im Laufe der Zeit der bekannte Kurort, der vor allem dank der wohltuenden Wirkung des Mineralwassers auf Nerven- und Bewegungsapparat zu Ruhm gelangte. Dieses Wasser kann von jedem Besucher im Pavillon der Christiansquelle (Kristianùv pramen) gekostet werden. Auch viele bekannte Persönlichkeiten wie Carl Maria von Weber oder Josef Jungmann weilten hier zu einer Kur. Eine gern besuchte Kuriosität ist die Gaststätte Riesenfass aus dem Jahre 1931, die sich auf dem Hügel über der Stadt befindet. |
| LÁZNÌ KUNDRATICE (BAD KUNDRATICE) |
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Der Kurort Láznì Kundratice wurde 1880 gegründet. Hier werden unter Ausnutzung der örtlichen Moore Krankheiten des Bewegungsapparates behandelt. In der nahen Umgebung des Ortes kann der aufmerksame Besucher die für diese Gegend bekannte Heilpflanze Kycol oder auch Fuchssches Kreuzkraut finden. |