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ZUR MÄRCHENHAFTEN SCHÖNHEIT DER WEIHNACHTSKRIPPEN

Eisenbahnstation Køižany - Hl. Christoph Kapelle - Kryštofovo Údolí - Sattel Srní sedlo - Hamrštejn - Eisenbahnstation Machnín, insgesamt 12 km

Empfohlene Landkarte: Wanderkarte KÈT 1: 25 000 Ještìd a Podještìdí, Wanderkarte KÈT Nr. 14 Lužické hory 1 : 50 000


Kryštofovo Údolí

Die Gebirgsgemeinde Kryštofovo Údolí wurde im Jahre 2005 unter Denkmalschutz gestellt. Wegen den gut erhaltenen Objekten der Gebirgs-Volksarchitektur, der Dauerausstellung der Weihnachtskrippen und der umliegenden Natur wird sie von Touristen häufig besucht. Von Liberec fahren wir mit dem Zug zur Station Køížany (Richtung Èeská Lípa). Die Eisenbahn wurde im Jahre 1900 erbaut. Im hügeligen Terrain der Umgebung des damaligen St.- Christoph-Tals war es notwendig, für die Eisenbahnstrecke 4 Viadukte zu errichten und 5 Tunnel durch den Fels zu schlagen.

Von der Eisenbahnstation Køížany begeben wir uns links auf den grün markierten Weg auf die Straße, die in den Sattel aufsteigt. Hinter dem Eisenbahnübergang und hinter der Kurve biegen wir links in den Wald ab, wo wir zur Hl. Christophs Kapelle hinaufsteigen. Er ist der Schutzpatron der Wanderer auch der Gemeinde, die wir besichtigen. Die Kapelle steht hier schon seit dem Jahre 1763. Auf dem grün markierten Wanderweg steigen wir zu den ersten Hütten im Tal Kryštofovo Údolí hinab. Der ursprüngliche Name der Gemeinde, Bezové údolí/Holundergrund, war schon im 16. Jahrhundert bekannt, der obere Teil wurde als Novina/Neuland bezeichnet, der untere war Rokytnice/Eckersbach.

Betlémy An den Ufern des Baches Rokytka siedelten sich die Bergleute an, welche in der Umgebung Silber, Kupfer, Blei und auch Eisenerz förderten. Nach der Ausbeutung der Erzlagerstätten entstanden hier Glas-Schleifereien und Glas-Presswerke, die Bewohner webten Linnen und später arbeiteten sie in den Textilfabriken, die im Tal der Neiße errichtet wurden. Da hier der Winter manchmal ein halbes Jahr lang dauert, bastelten die Bergleute mit der Zeit Holzschindeln auf die Dächer, Werkzeuge aber auch Weihnachtskrippen. Nach der Aussiedlung der ursprünglichen deutschen Bevölkerung wurde hier zwar eine ganze Reihe von Weihnachtskrippen vernichtet, aber manche erhaltene Exemplare wurden schrittweise repariert und im Jahre 1993 in die ehemaligen Schule gebracht - das heutige Restaurant U Kryštofa (im Zentrum der Gemeinde), wo sich gegenwärtig eine Dauerausstellung von mehr als zwanzig Weihnachtskrippen befindet. Die älteste stammt aus dem Jahre 1846. Im Winter, vor Weihnachten ist es täglich geöffnet. Auf dem gegenüberliegenden Abhang steht einr große hölzerne Weihnachtskrippe des Malers Jíra, die an die alte Tradition anknüpft.

An der Hauptstraße, im Tal des Flusses Rokytka, kann man die Statuengruppe Pietät aus dem 17. Jahrhundert sehen, die zweite Statue der Mutter Gottes steht an der Straße auf dem Bergkamm (676 m). In den letzten Jahren wurde im Tal eine weitere Tradition wiederbelebt: am letzten Wochenende im Juli findet hier die Kirmes statt, mit einer Menge von altertümlichen Attraktionen und Volksmusik. Wenn wir von der ehemaligen Schule weiterhin auf dem grün markierten Weg zu der Kirche fortschreiten, gehen wir an der steinernen St.-Wenzels-Statue vorbei. Das hölzerne Kirchlein im Gebirgsvorland aus dem Jahre 1684 hat eine Atmosphäre der alten Welt, es begeistert mit seinem Tafelgemälden, dem Altar und den Holzstatuen der Heiligen. In seiner Nachbarschaft stehen eine Barockpfarrei (Herstellung und Verkauf von Keramik) und ein Glockenturm.

Hamrštejn Der grün und gelb markierte Weg bringt uns zur Eisenbahnstation Kryštofovo Údolí. Weiter setzen wir fort auf dem gelb markierten Waldweg am Roten Kreuz vorbei (erbaut zum Andenken an einen gehenkten Deserteur), gehen dann über das Gebiet mit dem passendem Namen Na Bahnech/Am Schlamm bis zur Kreuzung Srní sedlo (606 m). Wir treten nun in das Naturschutzgebiet Karlovské buèiny ein (Fläche von 42 ha). Wegen dem Vorkommen geschützter Pflanzen im gut erhaltenen Buchenbestand steht das Gebiet schon seit 1972 unter Naturschutz. Auf dem grün markierten Weg steigen wir stellenweise steil nach Hamrštejn und zur Eisenbahnstation Machnin (10 km) hinab.

Wenn wir genug Zeit und eine romantische Seele haben, können wir noch die Ruine der Burg Hamrštejn (375 m) besichtigen. Es führt hier ein nicht markierter Steg auf die Eisenbahnbrücke über die Neiße. Hinter ihr biegen Sie links ab, der Weg wird Sie bis zur Burg führen. Man kann auch rechts auf der Route des Radweges gehen. Die Burg wurde an der Landzunge in der Schleife des Flusses Neiße im 14. Jahrhundert, zum Schutz des nahe stehenden Eisenhammers und des Landwegs, der in die Lausitz führte, erbaut. Die Burg befand sich in der Hand der Hussiten, später in der Hand der Lausitzer und auch von Räubern; die Burg wurde zur Ruine. Es erhielten sich Reste vom Mauerwerk, der Turm und die in den Felsen geschlagenen Keller. In der Umgebung förderte man Erz, welches im örtlichen Eisenhammer weiterverarbeitet wurde. Von dort stiegen die Bergmänner früher ständig hinauf, bis zu dem uns schon bekannten Tal Kryštofovo Údolí. Direkt unter der Burg befindet die Eisenbahnstation Machnín - hrad, es halten hier nicht alle Züge, also ist es nötig, sich zu erkundigen, oder auf den Bahnhof Machnín zurückzukehren. Wir legten 12 km zurück, die Wanderung ist für Familien mit Kindern geeignet.



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