| KREUZ UND QUER DURCH JAVORNÍK |
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Hodkovice nad Mohelkou - Záskalí - Javorník - Milíøe - Císaøský kámen - Rochlice oder Milíøe - Mojžíšùv pramen - Vratislavice nad Nisou oder Milíøe - Proseè nad Nisou - Liberec, insgesamt 12 -15 km Empfohlene Landkarte: Wanderkarte Shocart Nr. 2, 1 : 50 000 Jizerské hory, Frýdlantsko |
Auf dem südlichen Zipfel des Jeschkenkammes stand das Restaurant Obøí sud/das Riesenfass. Begeben wir uns zu diesen Stellen. Als Einstiegspunkt wählen wir die Stadt Hodkovice/M. Von Liberec aus kann man mit dem Bus oder Zug dorthin kommen. Den Beginn der Wander-Markierungen des Tschechischen Wandervereins finden Sie an der Eisenbahnstation, welche sich am Stadtrand befindet. Vom Bahnhof aus ist es nötig, die Brücke über die Autobahn zu überqueren. Wir können der roten oder grünen Markierung folgen, beide führen auf den Jeschkenkamm und treffen sich auf dem Javorník (684 m). Der rot markierte Weg führt über Záskalí (540 m), den zweitniedrigstgelegenen von fünf Pässen, die den Jeschkenkamm durchschneiden. Der grün markierte Weg überquert diese Straße ebenfalls, aber noch am Rande von Hodkovice, vor dem Anfang der Straßensteigung, an der Stelle, die nah an der von den Touristen aufgesuchten Felskappelle ist. Der Gipfel des Javorník ist ein gewisser Gegenpol des Jeschken, er ist der ausdrucksvollste Gipfel des südlichen Kammes. Er bietet Ausblick in andere Gebiete als der viel höhere Ještìd (1012 m), er ist von Hodkovice/M, Jablonec/N und Vratislavice gut zugänglich. Das war wahrscheinlich das Motiv für die Errichtung eines ungewöhnlichen Restaurants auf seinem Gipfel im Jahre 1899. Das Riesenfass war ursprünglich ein Exponat auf der Jubiläumsausstellung, die im vorausgehenden Jahr in Wien stattgefunden hat. Nach der Beendigung der Ausstellung wurde es gekauft und zerlegt auf den Javorník gebracht. Nach dem Zusammenbau auf dem Gipfel wurde in dem Fass ein Restaurant für 350 Gäste errichtet! Die Länge des Fasses, das mit klassischer Fassbindertechnik gemacht wurde, betrug 14 m und die Höhe 12 m. Diese Kuriosität lockte die Besucher an. Die Attraktivität des Ortes wurde noch mit dem Anbau eines 18 m hohen hölzernen Aussichtsturmes erhöht. Es sind viele Bilder und Ansichtskarten von diesen beiden Merkwürdigkeiten bekannt. Im Jahre 1931 wurde ein Nachbau des Riesenfasses bei Bad Libverda errichtet, wo es bis heute steht. Das Riesenfass auf dem Javorník brannte nämlich im Jahre 1974 ab.
Vom Gipfel des Javorník steigen wir auf dem grün markierten Weg ab, er bietet die ganze Zeit hindurch Aussichten in den bebauten Talkessel zwischen Liberec und Ja blonec/N. und die Aussicht auf den Kamm des Isergebirges darüber. Die grüne Markierung bringt uns in die Ortschaft Milíøe.Von diesem Ort aus gibt es drei Möglichkeiten zum Abstieg ins Tal: Wir können den grün markierten Weg in der Länge von ca. 6 km folgen und über die Aussicht Císaøský kámen zum Erholungsteich Teichmühle und weiter nach Vesec fortsetzen, oder man kann bis nach Rochlice gehen. In beiden Fällen handelt es sich um Stadtrandviertel von Liberec, von denen aus der ÖPNV ins Zentrum fährt. Die gelbe Markierung führt uns auf einer kürzeren Strecke am Restaurant Mojžíšùv pramen vorbei nach Vratislavice/N, vondort aus kehren wir mit der Straßenbahn nach Liberec zurück. Der rot markierte Weg ist der kürzeste, die nur 3 km lange Strecke führt uns ebenso ins Tal nach Proseè/N. Auch von dort aus ist es möglich, mit der Straßenbahn nach Liberec zu fahren. Die Routen kann man alle bewandern, jede Variante bringt neue Aussichten auf die Umgebung von Liberec. Die Routenlänge beträgt 12 bis 15 km - je nach dem Ort des gewählten Zieles. Sie sind auch für Familien mit Kindern geeignet.
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