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ZUR KÖNIGIN DER ISERGEBIRGS-AUSSICHTSTÜRME

Eisenbahnstation Koøenov - Lesní chata - Aussichtsturm Štìpánka - Hütte Hvìzda - Pøíchovice - Šumburk - Tanvald - Terezínka - Eisenbahnstation Tanvald, insgesamt 13 km

Empfohlene Landkarte: Wanderkarte KÈT Nr. 21, 1 : 50 000 Jizerské hory a Frýdlantsko, Wanderkarte Shocart Nr. 2, 1 : 50 000 Jizerské hory, Frýdlantsko


Štìpánka

Im Isergebirge standen angeblich 26 Aussichtspunkte und Aussichtstürme. Sie wurden durchwegs in der Zeit des größten Tourismusaufschwungs Anfang des vorigen Jahrhunderts errichtet. Als den Schönsten bezeichnet man den Aussichtsturm Štìpánka, er befindet sich an der Grenze vom Iser- zum Riesengebirge. Von Liberec aus fahren wir mit dem Zug über Jablonec/N. und Tanvald nach Koøenov. Es fährt die sog. Iserbahn hierher, derer Abschnitt von Tanvald über Koøenov nach Harrachov im Jahre 1902 als Zahnstangenbahn erbaut wurde, welche es ermöglichte, die große Steigung zu überwinden. Sie gehört auch wegen der großen Anzahl von Tunneln und Viadukten zu den technischen Sehenswürdigkeiten.

Vor der Eisenbahnstation in Koøenov befindet sich ein Wegweiser der markierten Wanderwege. Wir begeben uns auf den blau markierten Weg zur Waldhütte, wo nebenan ein Skilift steht. Wir treten in den Wald ein und gehen auf dem Weg in den Wiesen nach Tesaøov mit der aus der Ferne erkennbaren evangelischen kleinen Kirche, zugleich eröffnet sich uns die Aussicht auf den bewaldeten Berg Hvìzda mit dem Aussichtsturm auf dem Gipfel. Wir überqueren den höchsten Punkt der belebten Riesengebirgsstraße und setzen auf dem blau markierten Weg in den Wald fort, an der Hütte Hvìzda vorbei, wo nach links eine Abbiegung zum Aussichtsturm Štìpánka kommt (959 m, wir legten 4 km zurück).

Der steinerne Turm ist 24 m hoch, charakteristisch durch den neogotischen Turm, der auf einem breiten Fundament mit Laufgang aufgestellt wurde. Der untere Teil wurde schon im Jahre 1847 erbaut. Den Bau begann Erzherzog Štìpán, nach dem der Turm auch benannt wurde. Er wurde allerdings nicht vollendet, erst im Jahre 1892 wurde der Turm vom Bergverein zum gegenwärtigen Stand ausgebaut. Von der oberen Aussicht gibt es einen Panoramablick auf den westlichen Teil des Riesengebirges, auf die Stadt Tanvald mit dem Èernostudnièní-Bergkamm, auf die besiedelten Abhänge im Tal der Flüsse Kamenice und Desná und auf die Bergkämme des Isergebirges mit der Iser im Hintergrund. Der Aussichtsturm wird ganzjährig besucht. Die Tanvalder Wanderer veranstalten hier alljährlich traditionelle Aufstiege auch schon am 1. Januar. Gehen wir hinunter, zurück zur Weggabelung zur Hütte Hvìzda und steigen einen kurzen Abschnitt auf der Straße (blaue, gelbe, grüne Markierung) nach Pøíchovice hinunter.

Schon aus der Ferne kann man den hohen Turm der St.-Veits-Kirche sehen, zu den Kuriositäten der Gemeinde gehört der beinahe 450 Jahre alte Ahornbaum - der Stammumfang beträgt 2,5 m. Wir folgen der grünen Markierung nach Šumburk herrunter, unterwegs treffen wir den nächsten geschützten Baum - den Riesen. Dies ist eine 500 Jahre alte Eiche mit einem Stammumfang von 3 m. Der ganze Abstieg ist beim schönen Wetter ein Erlebnis, denn wir haben die Stadt Tanvald und die herumliegenden Gemeinden wie auf dem Präsentierteller. Šumburk war damals eine selbstständige Gemeinde, heute ist sie ein Stadtteil am Stadtrand der Stadt Tanvald. An der Hl.-Franz-Kirche vorbei kommen wir ins Zentrum von Tanvald (9 km). Man kann links zum Bahnhof abbiegen und nach Liberec zurückkehren, aber ich empfehle links abzubiegen, der roten Markierung zu folgen und durch die Stadt hinter der Straßenkreuzung zum Stadtrand zu gehen. Hier biegt die rote Markierung links ab, und überquert die Straße mit dem regem Verkehr in Richtung nach Jablonec/N. Es bleibt eine steile aber kurze Steigung auf die Felsaussicht Terezínka übrig, die auch Šouf genannt (550 m) wird, zu bewältigen. Der steinerne Aussichtsturm wurde schon im Jahre 1853 erbaut, er bietet die schönste Aussicht auf Tanvald mit dem Zusammenfluss der Flüsse Kamenice und Desná, auf die Textilfabriken, welche die Stadt damals berühmt machten und auf die alte und neue Bebauung. Wir sehen die von uns heute gewanderte Strecke von Šumburk hoch zum Bergkamm Hvìzda, mit der Spitze der Štìpánka gekrönt. Die Verlängerung der Strecke ist gering, dafür gibt es umso mehr Erlebnisse. Wenn wir wieder zurück nach Tanvald (13 km) hinuntergehen, können wir vom nahen Bahnhof Tanvald mit dem Zug oder mit dem Bus nach Liberec fahren, der Busbahnhof befindet sich rechts, nahe beim rot markierten Weg. Die Busse haben durchwegs die Endstation in Jablonec/N., nach Liberec kann man dann mit der Straßenbahn fahren. Es handelt sich um einen Ausflug, der für Familien mit Kindern geeignet ist.



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