èesky   polski   english   deutsch
Oficiální stránky Magistrátu mìsta Liberec
Mìstské informaèní centrum Liberec
www.infolbc.cz



AUF DER SPUR DER WALLFAHRER ODER EIN AUSFLUG NACH HEJNICE

Lidové sady Liberec - Mlynáøùv køíž - Wasserkraftwerk in Rudolfov - Stausee Èerná Nisa - Unter dem Berg Olivecká hora - Bílá kuchynì - Bach Malý Štolpich - Bach Velký Štolpich - Ferdinandov - Hejnice, insgesamt 20 km

Empfohlene Landkarte: Wanderkarte KÈT Nr. 21 1 : 50 000 Jizerské hory und Frýdlantsko, Wanderkarte Shocart Nr. 2 1 : 50 000 Jizerské hory, Frýdlantsko


Èerná Nisa

Zum Volkspark Lidové sady gelangen wir vom Zentrum mit der Straßenbahn, welche hier die Endstation hat. Gleich am Eingang in den Wald gibt es einen zentralen Wegweiser von markierten Wanderwegen KÈT, die in das Isergebirge führen. Wir folgen dem blau markierten Weg um den Wasserspeicher herum und steigen durch den Wald zum Mlynáøùv køíž (3 km) hinauf. Wir erkennen es schon aus der Ferne, denn es ist ein mächtiges Granitdenkmal, mit einer deutschen Aufschrift und einem Eisenkreuz auf dem Gipfel. Es wurde hier zum Gedenken an den Müller Jäger im Jahre 1864 errichtet. Für die Wanderer gibt es die neu errichetet Überdachung gleich nebenan. Die Steigung geht weiter, etwa nach einer halben Stunde kommen wir zum Gebäude des Wasserkraftwerkes in Rudolfov. Das Wasser wird den Turbinen im sog. "Kanal" zugeführt - eine Stahlleitung, die im Boden führt und teilweise auch auf der Oberfläche des Stausees Èerná Nisa.

Wir überqueren die Straße links zu der Tafel, welche über den Wallfahrtsweg informiert und gelangen zu den Wochenendhäusern. Der Waldweg steigt ständig weiter entlang des Laufes der Èerná Nisa zum 3,5 km entfernten Stausee des gleichen Namens. Im unteren Teil des Baches über Rudolfov gibt es eine Reihe von romantischen Orten mit Felsen, Wasserfällen und Tümpeln, in der Mitte des Weges zum Stausee erblicken Sie schon aus der Ferne auf der linken Seite des Weges einen mächtigen Stein, der einen Brunnen verdeckt. Zum Stausee führt der rechts abbiegende blau markierte Weg, am Denkmal an den Wilderer Stammel vorbei.

Malý Štolpich Die steinerne Staumauer der Sperre (8 km) wurde im Jahre 1905 vollendet, sie ist beinahe 350 m lang und bietet eine einzigartige Aussicht auf den 40 ha großen künstlich geschaffenen See mit dem Massiv der Ptaèí kupy am Horizont. In mehr als 100 Jahren integrierte ihn die Natur in die Landschaft. Der See erinnert an nordische oder kanadische Seen. Wir können ihn auf beiden Seiten umgehen - mit der blauen Markierung rechts oder auf dem gelb markierten Weg auf der linken Seite. Beide Wege treffen sich an der Weggabelung Pod Olivetskou horou (886 m). Mit dieser Bezeichnung wurde der Berg von den Wanderern benannt, die hier schon viele Jahre vor uns gingen. Wir steigen durch den Wald zur nächsten Überdachung ab, zu der Weggabelung, die Bílá kuchynì (Weiße Küche) genannt wird (15 km). Wer im Winter hierher kommt, versteht diesen in der Natur ungewöhnlichen Namen einfacher.

Die Route des Wallfahrtsweges führt ständig auf dem blau markierten Weg durch das Tal des Baches Malý Štolpich weiter. Die Stromschnellen überwinden durch zahlreiche Wasserfälle den Höhenunterschied von 400 m. Zum bekanntesten Isergebirgs-Wasserfall - Velký Štolpich - führt eine kurze Abzweigung. In die bis dahin bekannten Öffnungen in den Felsen entlang des Weges wurden damals Bilder und Statuen von Heiligen getan, damit sie den Gang der Wallfahrer beschützen, welche hier in Wallfahrten durch die wilden Buchenwälder ins Tal abstiegen. Nach einem steilen Abstieg wird das Gefälle milder und - nach dem Überqueren der Brücke - erscheinen die ersten Häuse r in Ferdinandov (18 km).

Hejnice Von hier aus erwartet uns schon der kurze Abschnitt nach Hejnice (20 km), dem Ziel unserer Wanderung. Die hiesige Basilika Navštívení Panny Marie sieht man schon nach dem Herauskommen aus dem Wald. Sie wirkt imposant in dieser bergigen Landschaft. Früher kamen über das Isergebirge auch von den anderen Himmelsrichtungen millionen Pilger hierher. Der heutige Pilgerweg war eine von den drei Strecken, welche unsere Vorgänger aus der Richtung von Liberec leisteten. Am nächsten Tag, nach dem Gottesdienst, kehrten sie über die Berge zurück nach Liberec. Die Basilika wurde im Jahre 1729 erbaut, aber schon im 14. Jahrhundert stand hier eine kleine Holzkirche und - um ein Jahrhundert früher - wurde angeblich in einer hohlen Linde eine Holzstatue der Jungfrau Maria - Mater Formosa - angebracht. Ihr Ursprung war Zittau und dank vieler Wunder stieg ihr Ruhm. Im 17. Jahrhundert wurde hier ein Kloster erbaut. Vom ehemaligen Regime wurde es zu einem Internierungslager für Priester gemacht und das Bauwerk verfiel. Dank finanzieller Unterstützung von der EU wurde es repariert und zum Internationalen Zentrum der geistlichen Erneuerung umgebaut. Auch die Basilika wird renoviert. An den Besuch der Basilika werden Sie sich sicherlich noch lange Zeit erinnern. Im Nachbarkloster wechseln sich Ausstellungen von Gemälden, Fotos und andere kulturelle Veranstaltungen ab. Bekannt ist die erneuerte, im Mai und Juni stattfindende Haindorfer Kirmes. Wir legten 20 km zurück, den Ausflug kann man den mittel-anspruchsvollen Wanderungen zuordnen. Nach Liberec kehren wir mit dem Zug über Raspenava (umsteigen) und Oldøichov zurück.



*Všechna práva vyhrazena*All rights reserved*Alle Rechte vorbehalten*Wszystkie prawa zastrze¿one*

* WEBMASTER *